schrapen
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
mit einem Schraper die Farbe von etwas abkratzen, um es dann neu und be er zu malen. Ein gemeinniederdeutsches Wort, das außer in der Form schrapen auch in der von schrappen und schrabben vorkommt und bedeutet: mit festem Drucke schaben, kratzen, scharren, striegeln, streichen; Rüben schaben, sich den Bart schaben, einen Fisch abschuppen; auch: sich den Bart oder den Mund (behaglich) streichen. In einer Lübecker Reformationsgeschichte von 1529-1531 heißt es: „Und verstunden sik de lude bi dem dome beter up ein mule to schrapen effte enen framen manne sin wyff tho schanden tho maken, als dat se over gades Wort scholden handelen und ordelen.‟ — Der Schraper ist ein dreieckiges Stück Eisen mit scharfen Kanten und einem Stiel. — Von der Form schrabben für schrapen kommt auch das bekannte Wort Schrubber , ein scharfer, steifer Besen zum Scheuern des Fußbodens, des Decks; ein „Leuwagen.‟
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