klabastern
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
eigentlich klabautern, wie man auf Wangeroog sagt, („dat is 'n ewig klabautern‟, wenn lange gekreuzt werden muß). Es heißt schlagen, purzeln, polternd laufen, neckend jemand nachlaufen, sich dabei überstürzen („Kobold schießen‟) wie ein Kobold. Da dieses Wort zum Scherz herausfordert, so ist klabastern offenbar auch eine scherzhaft gebildete Form für klabautern. Um das Holländische als einen ans Lächerliche grenzenden deutschen Dialekt darzustellen behaupten Unkundige immer wieder, es heiße „und seine Jünger folgten ihm nach‟ in der holländischen Bibel „en sijne jon gel in gen klabasterten achter hem naa‟; das ist eine böswillige Herabsetzung der kräftigen, klang vol len, für die öffentliche Rede wie für die zarte Lyrik gleich geeigneten holländischen Sprache, in der es kein Zeitwort klabastern gibt und in der die Jünger Jesu discipelen genannt werden. Wohl gibt es ein Zeitwort klauteren = klimmen, klettern, aber das könnte auch von klaauw = Klaue kommen, käme es aber auch von Klabautermann, so hat es dennoch nichts Lächer liches an sich.
Readham'da tam maddeyi gor →