Besteck

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 2
das. 1. Der Entwurf, der genaue Plan eines zu bauenden Schiffes; auch eines zu bauenden Hauses. Ein ähnliches Wort wie Riß von ritzen (Runen ritzen, writ an, to write, schreiben); ein Plan, der nicht umri en, sondern mit Stichen bezeichnet, mit Stecknadeln abgesteckt ist. 2. Das Mittagsbesteck oder überhaupt die Bezeichnung der Stelle, wo sich nach genauer Berechnung, wenn es aber nicht anders sein kann, auch nach Gi ung, das Schiff zu einer bestimmten Zeit befindet, der Punkt, wo Länge und Breite sich schneiden (s. absetzen), ein Punkt, an welchem die Spitze des Zirkels ein kleines Loch in das Papier der Seekarte sticht . In der weiteren Ent wick lung des Be griffes Besteck = Plan, Maß, ist Besteck auch schlechthin zu Maß geworden; ein Maß von Torf. Groningen: „alles noa bestek hebben‟, alles so haben, wie es sich gehört. Auch gleichbedeutend mit Regel, Ordnung, Zeiteinteilung. Ostfriesland: „wat hebben dei menschen 'n roar bestek, zy eten om vier uur.‟ Ein Abstecher ist demnach eine Abweichung von dem ursprünglichen Reiseplan und -Wege.  —  Daß „Besteck‟ in der Tat von dem „Stich‟ des Zirkels in das Papier der Seekarte den Namen hat, geht aus einer Stelle bei Waghenaer, „Spiegel der Zeevaerdt‟, „Amstelredam‟ 1588, hervor: „Soo sal hy alsdann nemen twee Pa ers, (Zirkel) met d' een de mylen metende die hy ghist ghezeylt te hebben. Ende met den anderen Pa er lancxt Compa e stryckende de Cours die hy ghezeylt heefd tot dat de voeten van de Pa ers aen den anderen comen, daer weder een sticke met eenen scherpen Pa er oft plompe naelde settende , soo datment met cryt wederom wt doen cän‟.
Readham'da tam maddeyi gor →